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Tobias Schütt

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Unser Ehrenkodex für Trainerinnen und Trainer im Sport

Der Ehrenkodex für Trainerinnen und Trainer im deutschen Sport basiert auf dem Prinzip Verantwortung für das Wohl der Sportlerinnen und Sportler. Es ist ein selbstauferlegter Kanon von Pflichten und stellt ein in Worte gefasstes, traditionell gewachsenes, sittliches, angestrebtes und gewissenbestimmendes Standesethos dar. Er ist die immer neu zu prüfende moralische Grundlage für ein eigenbestimmtes, berufliches Selbstverständnis im Rahmen unseres freiheitlichen-demokratischen Gemeinwesens unter strenger Beachtung der Würde des Menschen und der Bürgerrechte. Er ist ein wesentlicher Bestandteil der Entwicklung einer Berufskultur, die sich der menschlichen Leistung und der Prämisse von Humanität verpflichtet fühlt.

„Die Würde des Menschen hat im Training und Wettkampf immer Vorrang!“

Wir haben uns verpflichtet nach bestem Gewissen nach diesem Ehrenkodex zu handeln:

  • Wir Trainerinnen und Trainer respektieren die Würde der Sportlerinnen und Sportler, die, unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialer und ethnischer Herkunft, Weltanschauung, Religion, politischer Überzeugung oder wirtschaftlicher Stellung, gleich und fair behandelt werden.
  • Wir bemühen uns, die Anforderungen des Sports im Training und Wettkampf mit den Belastungen des sozialen Umfeldes, insbesondere von Familie, Schule, Ausbildung und Beruf, in Einklang zu bringen.
  • Wir Trainerinnen und Trainer bemühen uns um ein pädagogisches verantwortliches Handeln:
    • Wir geben an die zu betreuenden Sportlerinnen und Sportler alle wichtigen Informationen zur Entwicklung und Optimierung ihrer Leistung weiter.
    • Wir beziehen die Sportlerinnen und Sportler in Entscheidungen ein, die diese persönlich betreffen
    • Wir berücksichtigen bei Minderjährigen immer auch die Interessen der Erziehungsberechtigten
    • Sie fördern die Selbstbestimmung der ihnen anvertrauten Sportlerinnen und Sportler
    • Wir bemühen uns bei Konflikten um offen, gerecht und humane Lösungen
    • Wir wenden keine Gewalt gegenüber den uns anvertrauten Sportlerinnen und Sportlern an, insbesondere keine sexuelle Gewalt
    • Wir erziehen zur Eigenverantwortlichkeit und zur Selbständigkeit der Sportlerinnen und Sportler, auch im Hinblick auf deren späteres Leben
  • Trainerinnen und Trainer erziehen ihre Sportlerinnen und Sportler darüber hinaus:
    • Zu sozialem Verhalten in der Trainingsgemeinschaft
    • Zu fairem Verhalten innerhalb und außerhalb des Wettkampfes und zum nötigen Respekt gegenüber allen anderen in das Leistungssportgeschehen eingebundene Personen
    • Zum verantwortlichen Umgang mit der Natur und Umwelt
  • Das Interesse der Sportlerinnen und Sportler, ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden und ihr Glück stehen über den Interessen und Erfolgszielen der Trainerinnen und Trainers sowie der Sportorganisationen. Alle Trainingsmaßnahmen sollen dem Alter, der Erfahrung sowie dem aktuellen physischem und psychischem Zustand der Sportlerinnen und Sportler entsprechen.
  • Wir verpflichten uns, den Gebrauch verbotener Mittel (Doping) zu unterbinden und Suchtgefahren (Drogen, Nikotin- und Alkoholmissbrauch) vorzubeugen. Wir werden durch gezielte Aufklärung und Wahrnehmung ihre Vorbildfunktion negativen Auswüchsen entgegen wirken.